Erasmus +

Aktuelles von Erasmus+

Seit 2005 nimmt die TSMS Pettenbach an Erasmus+/Schulbildungsprojekten teil. Dabei geht es um von der EU geförderte Projekte mit Schulen aus anderen europäischen Ländern für eine Dauer von 2 oder 3 Jahren.
Durchgeführte und bereits abgeschlossene Projekte:
2005 – 2008: European Rainbow
2012-2014: Octave
2016-2018: Logic Games in Collaborative Education
Schüler*innen und Lehrer*innen arbeiten an einem gemeinsamen Projektthema - jede Schule für sich und auch vernetzt mit den Partnerschulen. Jede der Schulen wird im Laufe der Projektzeit 1 x besucht. Man lernt also die Schule, das Schulsystem des Landes und auch die Kultur bzw. die Lebensgewohnheiten in diesem Land kennen. Wir und unsere Schüler*innen, die mit uns projektleitenden Lehrer*innen reisen, machen tolle Erfahrungen. Nach meist aufregenden erlebnisreichen Anreisefahrten/ -flügen werden die Kinder allein oder zu zweit von Gastfamilien abgeholt und leben dort als Gastkind/er. Sie lernen das Verständigen in fremden Sprachen (manchmal mit Händen und Füßen 😊), sie machen den Tagesablauf mit, sie essen die typischen Landesgerichte, sie gehen mit in die Schule und müssen dort Rede und Antwort stehen, manchmal singen und tanzen sie auch. Meistens ist auch ein Projektbeitrag vorbereitet, der an der Partnerschule präsentiert wird. Die Kinder lernen ein souveränes Auftreten, sie machen das immer sehr gut. Meistens gelingen auch sehr gute Kontakte zu Mitschüler*innen aus den verschiedensten Partnerländern.

Derzeit nehmen wir aktuell an 2 Projekten teil!

  • Von 2018- 2020 (Verlängerung bis 31. 1. 21 wegen Covid 19): Hand in Hand (hand in hand – against school dropout), gemeinsam mit Schulen aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Portugal und Schweden
  • Von 2019-2021 (verlängert bis 2022): sustainability and……, (Nachhaltigkeit - am Beispiel von Nationalparks und Naturschutzgebieten), gemeinsam mit Spanien, Frankreich, Ungarn, Lettland, Slowakei

Die Themen beider Projekte wurden von uns sehr bewusst gewählt: Hand in Hand (vom Thema her auf einmal unmöglich zu Coronazeiten 😊) meint, dass wir miteinander an einer Schulatmosphäre arbeiten wollen, in der jede/r ihren/seinen Platz hat (bzw. findet) und sich wohl fühlt, denn das ist ja die Grundlage, die Lernen ermöglicht. Es geht um achtsames, wertschätzendes Umgehen miteinander. Einbezogen sind Lehrkräfte, Schüler*innen, Schulpersonal und Eltern - einfach alle! Es soll geübt werden, für sich selbst, für seine Aussagen und sein Handeln und sein Lernen Verantwortung zu übernehmen. Nur wer (sich) selbst bewusst ist, der kann auch gut auf andere zugehen und sie unterstützen und ihr „anders Sein“ akzeptieren.
In verschiedenen Workshops an unserer Schule und auch in den Partnerschulen haben wir Erfahrungen und Wissen ausgetauscht und versucht, es in unseren Schulalltag und in unser Leben zu integrieren. Ich erinnere mich an einen Workshop in der dänischen Schule, von dem die (damaligen) 4.-Klasslerinnen begeistert waren und sich spontan bereit erklärten, in unserer Schule das Gehörte/Erlernte weiter zu geben. Es ging darum, dass man sich etwas zu-trauen kann/muss- dann kann man so manche Hürde schaffen.
Ein anderes Mal beeindruckte uns ein Lehrer aus Portugal mit seiner Trommelgruppe: Er hat einen Weg gefunden, „schulmüde“ Jugendliche wieder zu begeistern - mit einer Band! … und die Schulerfolge stellten sich ganz automatisch ein.
In der TSMS Pettenbach ist uns das soziale Training sehr wichtig. Die Partnerlehrer*innen waren beeindruckt von unseren SOLE-Stunden. Es wird Wert gelegt auf Teamtraining und Teamaktivitäten: Wir beginnen damit bei den Kennenlerntagen, und im Schulalltag und bei jeder Projektwoche finden bewusst entsprechende Programmpunkte statt.
Es gibt Schultreffen, gemeinsame Wanderungen (z.B. Osterwanderung zu einer nahegelegenen Kirche mit Andacht, Eier „pecken“, Osterfeuer), Aktivitäten zum „Tag des Friedens“ und zu „Friday for future“ fanden statt. Soziale Projekte verschiedenster Institutionen werden gerne unterstützt („Wasserläufer“, …). Alle diese Aktivitäten fördern den Gedanken: WIR SIND SCHULE.
Außerdem gibt es immer wieder Projekte, an denen die Kinder teilnehmen (können), z. B. „Verantwortung übernehmen - fürs Leben lernen“, die Mitarbeit in sozialen Institutionen oder auch „Herausforderungen“ wie gemeinsame mehrere Tage dauernde Radtouren, nach wochenlangen Trainingseinheiten und gemeinsamer Organisation. Auch das Projekt „Schulradio“ gibt Schüler*innen die Möglichkeit, sich einzubringen und Verantwortung für das Gelingen einer Sendung zu übernehmen. In den Wahlpflichtfächern „Eventmanagement“ und „TEAM - Soziales“ geht es darum, sich in die Gemeinschaft verantwortungsbewusst und selbstbewusst einzubringen. Wir fördern auch das Lernen miteinander, das gegenseitige Helfen und Unterstützen. Dafür geschaffene Lerninseln machen das im Schulalltag möglich.
Eine gute Schulatmosphäre, eine gelungene Lernumgebung und ein freundlicher Umgang miteinander sind uns wichtig. Das haben unsere Gäste aus den Partnerländern in unserer Schule bemerkt, gespürt und sehr geschätzt. Wir konnten uns gut in das Projekt einbringen und gaben viele Anregungen, die gerne angenommen wurden.

Das Leitbild der TSMS Pettenbach beinhaltet das Beschriebene: hier ein Auszug:

GEMEINSAM LEBEN-MITEINANDER LERNEN

  • Ich begegne meinen Mitmenschen mit Wertschätzung und Achtung. Ich bin freundlich, höflich und hilfsbereit.
  • Ich erfülle meine Pflichten. Ich lerne und arbeite meinen Fähigkeiten entsprechend mit.

Bei unseren Reisen erhielten auch wir viele Denkanstöße, wurden auch mit Schwierigkeiten konfrontiert, die an Schulstandorten Thema sind und waren oft beeindruckt von Initiativen, Ideen und dem Engagement.

 

Im 2. Projekt „Sustainability in nature and education: natural parks and biological areas“ geht es im Prinzip um etwas Ähnliches:

  • Voraussetzung ist wohl achtsamer Umgang mit sich selbst und den Mitmenschen - dann ist es eine logische Folge, dass man auch auf die Umwelt achtet, die Natur schützt und „bestaunt“.
  • Und ich vermute, dass man den Weg auch umgekehrt gehen kann: vom Achten auf unsere Welt ausgehend Schritt für Schritt aufs achtsame Umgehen mit Mitmenschen und sich selbst kommen.

Es war wunderschön, die Kinder aus den verschiedenen Ländern dabei zu beobachten, wie sie „ihr“ Fotomotiv am Almsee auswählten (Programmpunkt bei ihrem Besuch in Pettenbach) und die Ergebnisse, also die Fotos waren/sind ausstellungsreif – und sind bis jetzt „eye-catcher“ in unserer Schulgalerie.
An unserer Schule gibt es immer wieder Aktivitäten zur Nachhaltigkeit, z. B. Fallobst klauben und Apfelsaft herstellen in BSP- und Chemieunterricht, Anlegen eines Hochbeets, Aktivitäten zur „Gesunden Schule“, Workshops zu den „Global Goals“, …etc.

Meine Projektkollegen und ich sind überzeugt, dass die Schüler*innen und auch wir Lehrer*innen durch die Erasmus+ Projekte viel lernen können. Für unsere Schule sehe ich einen großen Gewinn in dieser Vernetzung mit Europa und auch in der Beschäftigung mit den ausgewählten Themen - ein gutes Miteinander und ein Integrieren der „global goals“. Ich denke, dass damit eine gute Grundlage für die Zukunft gelegt worden ist.
Leider wurden durch die Covid-19- Pandemie unsere Projekte etwas lahmgelegt: reisen ist nicht möglich und auch das Arbeiten zu einem Projektthema in der Schule ist schwierig geworden (keine Kontakte zu schulfremden Personen, kaum „miteinander lernen“ wegen der Abstandsregeln, …). Aber wir bleiben dran. Ich erinnere gerne an das Motto: „Wenn viele kleine Leute viele kleine Schritte machen, verändert sich das Gesicht der Welt.“ – ein Auftrag für jede/n Einzelne/n.
In diesem Sinne freuen wir uns wieder auf die Zeit, in der es wieder möglich ist, raus zu gehen und über den sogenannten Tellerrand zu schauen.

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken bei allen, die die Erasmus+-Projekte unterstützen - durch gute Ideen, Mitarbeit, Dabeisein und v. a. auch bei allen, die Gastfamilien waren.

Und noch ein Hinweis: In den Sendungen des Schulradios wird immer wieder von Erasmus+ erzählt. Es gibt auch Interviews mit Lehrer*innen aus Partnerländern, z. B.:

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